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WeChat, Wearables und Ele.me: Das wird 2014 wichtig werden

#1 ‘WeChat is everything’:

Kein soziales Netzwerk in China verzeichnete 2013 so hohe Wachstumsraten wie Weixin, international unter dem Namen WeChat bekannt: Zwischen Januar und Dezember wuchs die Zahl der Accounts von 300 auf mehr als 600 Millionen. Im dritten Quartal 2013 lag die Zahl der aktiven User bereits bei 271 Millionen monatlich. Zu den 2013 neu dazu gekommenen Features zählen u. a. ein Textscanner, der englische Wörter erkennt und ins Chinesische übersetzt, neun Online-Spiele sowie ein Sticker Shop, in dem Nutzer Emoticons kaufen oder sich kostenlos herunterladen können.

WeChat existiert mittlerweile in 18 Sprachen, jedoch sind einige der Neuerungen bisher nur in der chinesischen Version verfügbar. Kevin Gentle, Online-Stratege der Shanghaier Marketingagentur Labbrand, glaubt, dass die meisten ausländischen Unternehmen erst jetzt dabei sind, das Potential des sozialen Netzwerks für sich zu entdecken. Eine wachsende Zahl von immer ausgefeilteren APIs wird 2014 dafür sorgen, dass die Zahl der Unternehmen, die sich für einen corporate account entscheiden, rasant zunehmen wird. Kein Wunder, dass Chinas führendes Social Media Blog, Technode, letzte Woche titelte: ‘WeChat is everything‘.

#2 Codoon ― Chinesischer Jawbone-Clon mit Zukunftspotential:

Ob Jawbone oder Codoon – 2013 war das Jahr der Wearables. Während das Lifestyle Tracking System „Up“ des kalifornischen Unternehmens Jawbone bereits seit 2011 im Handel ist, zog die chinesische Firma Codoon im Juni mit einer eigenen Verkaufsreihe nach. Bei Aussehen und Features ähneln sich beide Produkte bis auf Haar. Sie helfen Mobilfunknutzern dabei ihren Schlafrhythmus, die täglich zurückgelegte Wegstrecke und das allgemeine Wohlbefinden zu messen. Großer Unterschied: Die multifunktionalen Armbänder von Codoon kosten mit 399 RMB (47 Euro) nur etwa die Hälfte. Es ist anzunehmen, dass die Konkurrenz aus Fernost Jawbone 2014 dazu veranlassen wird, mit weiteren Produktneuheiten auf sich aufmerksam zu machen.

#3 Ele.me auf Expansionskurs:

Für die Online-Restaurant-Buchungsseite Ele.me (Chinesisch: Hast du Hunger?) war 2013 ebenfalls ein erfolgreiches Jahr: Die Kapitalgesellschaften Matrix Partners und GSR Ventures gewährten dem Shanghaier Unternehmen einen Kredit von 25 Millionen U.S. Dollar. Ele.me bietet über seine Website und Apps Kunden die Möglichkeit, Tische online zu reservieren und Bestellungen aufzugeben. Der Versand von Nahrungsmitteln gehört allerdings (noch) nicht zu den von Ele.me angebotenen Dienstleistungen. Das 2008 gegründete Unternehmen arbeitet mit 20.000 Partnerrestaurants in 12 chinesischen Städten zusammen. Gut möglich, dass Ele.me dank frischem Kapital auch 2014 seinen Expansionskurs fortsetzt.

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