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Ofo, Mobike, Didi, Baidu Maps: So bewege ich mich durch Chinas Megastädte

Autos, Menschenmassen, exotische Schriftzeichen. Das Vorankommen in Chinas Megastädten fällt Ausländer oft nicht leicht. Doch es gibt Abhilfe: Ofo und Mobike ermöglichen die schnelle Fortbewegung per Fahrrad. Didi revolutioniert das Taxi-Angebot. Baidu Maps hilft mir bei der Suche nach bestimmten Orten. In einem Vortrag bei der AHK Shanghai informierte ich letzte Woche interessierte Teilnehmer über die wichtigsten Mobilitäts-Apps für den Großstadt-Dschungel.

Immer mehr chinesische Megametropolen, aber auch 3rd und 4th-tier cities haben in den vergangenen Jahren die Verkehrsnetze massiv ausgebaut: Autobahnen und Hochstraßen durchziehen immer mehr Stadteile. Um der wachsenden Blechlawine entgegen zu wirken, wurde auch massiv in die Metro- und Busnetze investiert. Dabei wurde jedoch eine Frage vernachlässigt: Wie kommen Bewohner von der Haltestelle zur Haustür?

Eine einmalige Chance für Bike-Sharing-Anbieter: Mobike und Ofo helfen Großstadtbewohnern bei der Überbrückung des „letzten Kilometers“ von ihrer Wohnung bis zur Station. Zwei Gründe erklären den Erfolg: Erstens der Preis. Bike-Sharing-Anbieter sind mit Gebühren von RMB 0.5 bis RMB 1 pro 30 Minuten extrem günstig. Zweitens die Verfügbarkeit: Die Abrufbarkeit via Mobile App, zur jeder Tageszeit und von praktisch jedem Ort in der Stadt sowie die gewaltige Anzahl der Fahrräder.

Didi Chuxing: Günstige Taxis zu jeder Tages- und Nachtzeit

Didi Chuxing ermöglicht Expats das schnelle Vorankommen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Da in Chinas Metropolen abends schon nach 23 Uhr keine Metros mehr fahren, ist die App für Nachtschwärmer das A und O. Denn reguläre Taxis sind in Städten wie Shanghai immer seltener verfügbar.

Wer das Taxi mit anderen teilt, kann sogar richtig viel Geld sparen. Und auch die Möglichkeit, das Fahrzeug selbst zu wählen, stößt bei Expats auf großes Interesse. Voraussetzung ist jedoch, genauso wie bei Mobike und Ofo, Alipay oder eine WeChat-Wallet. Setup, Installation der App auf dem Handy, erste Schritte zur Bestellung: Das alles war Thema bei meinem Workshop in den Räumen der Außenhandelskammer (AHK) am 1. Juni 2017.

Baidu Maps zeigt mir Bus-, Bahn- und Flugverbindungen

Wer sich in China auf Google Maps verlässt, stößt schnell an seine Grenzen. Straßen- und Ortsnamen sind teilweise nur ungenau verzeichnet und wer versucht, bestimmte Restaurants oder Geschäfte zu finden, hat meist kaum eine Chance. Um so besser zu wissen, wie sich Baidu Maps richtig nutzen lässt, denken auch die Teilnehmer des Workshops der Außenhandelskammer.

Von entscheidendem Vorteil sind dabei gute Chinesischkenntnisse. Jedoch lässt sich die App auch intuitiv bedienen, wie Christian Märtlbauer, Projektleiter des Partner Support Program der AHK unterstreicht. So ist ein Ziel der Veranstaltung auch, Expats, die frisch in China angekommen sind, die Angst vor dem Alltag zu nehmen.

Wertvoller Einblick ins chinesische “App-Universum”

Markus Prandini von der ZHAW School of Management and Law zieht, genauso wie die anderen Workshop-Teilnehmer, eine positive Bilanz: “Der Workshop von Sinophilia Consulting und der AHK Shanghai hat mir einen wertvollen Einblick in das Universum an chinesischen Apps geliefert und mir gezeigt, wie sich diese im Alltag anwenden lassen”, so der Schweizer Professor.

Screenshot: Zugverbindungen von Suzhou North Station nach Peking. Baidu zeigt Preise und Reisezeiten

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