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„Social Media Management ist wie Bergsteigen“

Grag Nance, Cambridge-Absolvent und Jungunternehmer ist davon überzeugt, dass Social-Media-Projekte und Bergsteigen viel miteinander gemeinsam haben. Nach dem Ende seiner Zeit an der britischen Eliteuni entschloss sich der 22 Jährige, ein Consulting-Unternehmen für internationalen Studienaustausch zu gründen und war sich dabei von Anfang an im Klaren: Um mit Studierenden Kontakt zu bleiben, bedarf es gut gemanagter Social Media Plattformen.

In einem Vortrag im Rahmen des zweiten Shanghaier Barcamps spannte Nance den Bogen zwischen Social Media und Bergsteigen, seiner zweiten großen Leidenschaft. Der Jungunternehmer sprach über eine lebensbedrohliche Situation, in die er vergangenes Jahr am Mont Blanc geraten war: „In knapp 4000 Metern Höhe zog plötzlich ein heftiger Schneesturm auf und mir war klar, dass es kein Zurück mehr gab. Mit letzter Kraft habe ich es geschafft, mich in eine Schutzhütte knapp unterhalb vom Gipfel zu retten“, erklärte Nance seinen gebannten Zuhörern. Und weiter: „Während der kommenden drei Stunden harrte ich in der winzigen Behausung aus. Anschließend schleppte ich mich mit letzter Kraft zum Gipfel und wieder zurück. Als ich später wieder unten im Tal war, wurde mir die Gefahr bewusst, in die ich mich begeben hatte.“ Nance überlebte nur knapp und sah einige Bekannte auf dem Rückweg ins Tal sterben.

Für seine jetzige Firma hat Greg Nance einige Lehren aus seinem Erlebnis am Mont Blanc gezogen:

1. Planung: Der 22 Jährige glaubt: „No need to know what you wanna get up of it before you get into it“. Planung und Budgetierung hält er für zwingend notwendig und zwar von Anfang an. Nur so ließen sich grundsätzliche Fehler vermeiden.
2. Ausrüstung: Um bei Management von Social Media Platformen erfolgreich zu sein, benötigt man, wie fürs Bergsteigen, geeignete Tools. Dazu zählen kostenlose Dienste, wie Google Analytics und Google AdWords genauso wie kostenpflichtige Programme, wie Socialbakers Analytics Pro.
3. Seine Grenzen kennen: Sowohl als Bergsteiger als auch als Unternehmer sollte man in der Lage sein, seine eigenen Fähigkeiten korrekt einzuschätzen und im Notfall dazu bereit sein, erfolglose Projekte abzubrechen.

Nance plant auch für die Zukunft, seine beim Bergsteigen erworbenenen Kenntnisse für seine Tätigkeit als Unternehmer zu nutzen: „Aus meinem Mont-Blanc-Abenteuer habe ich gelernt, dass es sich lohnt, die eigenen Grenzen zu testen. Aber gleichzeitig sollte ich auch abschätzen können, wie weit ich gehen kann.“

Thumbnail oben rechts: Luca Galuzzi. Mount Everest as seen from the base camp. gemeinfrei, Wikimedia CC BY-SA 2.5

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4 Comments

  1. Lieber Grag,

    ich freue mich, dass du dein Bergsteig-Abenteuer überlebt hast und finde es interessant, dass du daraus für dich als Unternehmer gelernt hast.

    Ich finde, dass das Übertragen der Erkenntnisse Grenzen hat, weil Social Media nicht lebensbedrohlich ist. Damit hinkt der Vergleich für mich persönlich etwas. Für mich ist das Spannende an Social Media gerade, dass ich meine Grenzen als Unternehmerin ausweite und mich weiterentwickle. Das ist genau das, was Social Media für mich so spannend macht.

    Ich wünsche dir viel Erfolg auf all deinen Wegen.

    Herzliche Grüße

    Olivera Wahl

  2. Stephan Mayer says:

    Liebe Olivera,

    vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin immer wieder von Barcamps als Austauschplattform für neue Ideen begeistert. Wie bist du denn auf mein Blog aufmerksam geworden?

    Viele Grüße,
    Stephan Mayer

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