China / Online Marketing

So verkaufe ich als Deutscher am besten Produkte über WeChat

Die heißeste Mobile App aus dem Reich der Mitte? Für China-Experten ist die Antwort eindeutig: WeChat. Was jedoch nach wie vor wenige Deutsche wissen: Über WeChat lassen sich auch Produkte verkaufen – und mit ein paar Tricks durchaus erfolgreicher als über die großen Plattformen des Konkurrenten Alibaba.

Mit 889 Millionen Nutzern, 90 Prozent davon Chinesen, ist WeChat zweifellos die derzeit populärste Mobile App in China. Geldtransfer, Taxi-Bestellung, Handy-Guthaben aufladen und praktisch jede Hotel- und Restaurant-Rechnung bezahlen – aufgrund der vielen Features bezeichnen Social Media Experten das Netzwerk häufig als digitales Taschenmesser.

Für Deutsche, die in China Produkte verkaufen möchten, bietet WeChat die Möglichkeit, einen Online-Shop, auf der E-Commerce-Plattform „Weidian“ (Chinesisch: 微店) zu eröffnen und darüber Produkte zu vertreiben. Doch wer sich ohne professionelle Hilfe an Weidian heranwagt, steht vor beinahe unlösbaren Problemen.

Vorsicht bei chinesischen Produktbezeichnungen und Preisgestaltung

Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Weibo, ist WeChat ein in sich geschlossenes System. Das heißt, der Austausch von Nachrichten erfolgt innerhalb eines in sich abgeschlossenen Kreises von Freunden und Bekannten. Wer erfolgreich über WeChat Produkte vertreiben möchte, muss somit zunächst einmal sicher stellen, dass es ihm gelingt, ein entsprechendes Beziehungsnetzwerk aufzubauen. Ohne einen Ansprechpartner vor Ort in China ist das kaum möglich.

Wichtig ist außerdem die korrekte Benennung des Shops und der Produkte (inklusive Produktbezeichnungen) auf Chinesisch. Um hier auf Nummer sicher zu gehen und nicht ungewollt in Fettnäpfchen zu treten, solltest du auf jeden Fall die Hilfe eines professionellen Texters in Anspruch nehmen. Ebenso eine wichtige Rolle spielt die Preisgestaltung, die mitunter deutlich von der in Deutschland abweicht.

WeChat Wallet oder Alipay? So vermeidest du Anfängerfehler

Ein weiteres Problem ist die Bezahlung: Mit der WeChat-Wallet steht Nutzern hier ein in die App integriertes, chinaweit akzeptiertes System zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man als Deutscher über ein chinesisches Konto verfügt. Chinesische Banken, wie die China Construction Bank und die Bank of China, die mit Filialen in Hamburg, Frankfurt oder Berlin vertreten sind, richten sich derzeit nur an Geschäftskunden. Als Einzelunternehmer hat man Schwierigkeiten, sich dort Gehör zu verschaffen.

Eine Alternative bietet jedoch Alipay. Das populäre chinesische Payment-System hat sich auch für Nicht-Chinesen geöffnet. Sogar Drogerieketten wie DM und Rossmann planen jetzt den Einsatz für chinesische Touristen in Deutschland. Alipay bietet WeChat-Shopbetreibern bei der Registrierung eines Kontos die Möglichkeit, die URL des Shops zu hinterlegen. Andere im Westen verbreiteten Bezahlmethoden wie Bitcoin, PayPal oder Apple Pay sind dagegen in China weitgehend unbekannt und werden daher von wenigen potentiellen Kunden akzeptiert.

Sinophilia hilft dir deine deutschen Produkte in China zu verkaufen

Durch seine jahrelangen China-Erfahrungen ist Stephan Mayer zusammen mit seinem Team in der Lage, entsprechende Multiplikatoren für deutsche WeChat-Shops zu finden. Zusammen verfügen er und die anderen China-Experten über Tausende an WeChat-Kontakten, darunter zahlreiche Einzelhändler, die als Abnehmer von deutschen Produkten agieren können.

Ein weiterer Vorteil: Sinophilia befindet sich mit seinem Office in Changshu in einer der wohlhabendsten chinesischen Regionen, unweit der Megametropolen Shanghai und Suzhou. In Changshu und in den umliegenden Städten ist die Nachfrage nach hochwertigen ausländischen, insbesondere deutschen Produkten, besonders hoch.

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