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WeChat- und Baidu-Workshop für deutsche KMUs

Für klein- und mittelständische Unternehmen in Deutschland gehören Facebook, Twitter und YouTube meist schon zum Standardrepertoire im Bereich Online Marketing. WeChat und Baidu sind dagegen für viele KMUs immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Ein Workshop von Sinophilia und der deutschen Außenhandelskammer möchte das ändern.

Für deutsche Unternehmen ist China heute schon lange nicht mehr nur bloßer Produktionsstandort, sondern zunehmend auch Absatzmarkt für die eigenen Produkte. Und um hier erfolgreich zu agieren, bedarf es einer ausgereiften Online-Marketing-Strategie. Während Großunternehmen bereits seit Jahren in sozialen Netzwerken wie WeChat, Sina Weibo und YouKu vertreten sind, tun sich klein- und mittelständische Unternehmen damit nach wie vor schwer.

Die Gründe dafür sind recht unterschiedlich: Zum einen scheuen sich viele Klein- und Mittelständler vor hohen Kosten – in Unkenntnis davor, dass zielgerichtete Online-Marketing-Maßnahmen sich bereits für ein sehr geringes Budget realisieren lassen. Zum anderen haben deutsche Marketing-Manager häufig geringe Kenntnisse über die Art und Weise, wie Chinesen miteinander kommunizieren.

Offizieller WeChat-Account für geringes Budget realisierbar

Nicht erst seit gestern gilt für Konsumenten und Unternehmen der Spruch: „WeChat is everything“. Mit fast 900 Millionen aktiven Nutzern ist WeChat mit Abstand das wichtigste soziale Netzwerk in China. Während bereits mehr als 12 Millionen offizieller Accounts existieren, ist die Zahl der deutschen KMUs mit einem WeChat-Account nach wie vor gering. Gao Xing, Gründer von Asia Solutions, einer Personalbeschaffungsagentur in Shanghai, die sich auf deutsche B2B-Unternehmen spezialisiert hat, schätzt den Anteil auf etwa 20%.

Für KMUs aus dem B2B-Bereich, denen es darum geht, mit Zulieferern, Käufern oder Konsumenten in Kontakt zu treten, empfiehlt sich in der Regel ein Subscription-Account (订阅账户). Dieser ermöglicht eine größere Anzahl an Push-Up-Notifications. Als Hotel- oder Restaurantbetreiber sollte man dagegen eher einen Service-Account (服务账户)in Betracht ziehen.

Durch Baidu die Sichtbarkeit der eigenen Webseite erhöhen

Auch vielen KMUs ist längst bewusst: Um Kunden in China zu erreichen, ist eine chinesischsprachige Webseite unverzichtbar. Mit einer chinesischen Sprachversion und einer .cn- oder .com-Domain ist es jedoch nicht getan. Damit chinesische Kunden in der Lage sind, das Unternehmen im Netz zu finden, sind eine Reihe weiterer Maßnahmen notwendig.

Das beginnt bei der Registrierung der Firmenadresse auf Baidu Maps und endet bei mittel- bis langfristigen SEO-Maßnahmen, idealerweise in Kombination mit bezahlten Werbeanzeigen über Baidu Tuiguan. Dabei lohnt es sich in jedem Fall auf die Unterstützung von externen Agenturen zurückzugreifen, um das Werbebudget so gering wie möglich zu halten.

Workshop am 12. Juni 2017 im German Center Taicang

Welche Möglichkeiten sich für KMUs im Bereich WeChat- und Baidu-Marketing eröffnen, wird Sinophilila-Gründer Stephan Mayer im Rahmen eines Workshops im German Center Taicang am 12. Juni erläutern. In Taicang vor den Toren der Megametropole Shanghai, haben sich in den vergangenen Jahren über 250 deutsche Unternehmen angesiedelt, ein Großteil davon KMUs.

Inhaltlich geht es bei dem Vortrag vor allem um folgende Fragen: Wie lässt sich WeChat für mein Unternehmen am besten einsetzen? Welche deutschen KMUs sind bereits erfolgreich auf WeChat vertreten? Welche Unterschiede bestehen bei Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung zwischen Baidu und Google?

Austragungsort: Deutsches Mittelstandszentrum (German Center) Taicang, Dong Ting Building, 16th Floor, Middle Zheng He Road 319, 215400 Taicang. Genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben.

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