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Wie der Traumjob zu mir findet

LinkedIn oder Xing? Soziale Netzwerke kommen jungen Chinesen, die sich um einen Arbeitsplatz in Deutschland bewerben, bisher kaum in den Sinn. Das erstaunt vor allem deswegen, da meisten jungen Chinesen Social-Media-Kanäle sehr intensiv für sich nutzen.

Karriereberater, wie Jochen Mai, weisen schon seit Jahren darauf hin: Wer eine Anstellung bei einem angesehenen Unternehmen haben möchte, der kommt um Kreativität bei der Jobsuche nicht mehr herum. Und genau darum ging es mir vergangenen Mittwoch bei einem Vortrag in Chongqing: Chinesische Uni-Absolventen zu ermutigen, neue Wege bei der Stellensuche einzuschlagen.

Ob Weixin oder Weibo: Junge Leute in China nutzen soziale Netzwerke mittlerweile für eine Vielzahl an kommerziellen Aktivitäten. Was „Online Branding“ angeht, denken jedoch die meisten Chinesen nach wie vor ziemlich eindimensional. Der überwiegende Teil sieht sich als Konsumenten, nutzt Social Media vor allem zum Konsum von Videos oder Computerspielen sowie zum Meinungsaustausch via Chat.

„Den wenigsten von uns ist bewusst, dass Online Medien hervorragende Werkzeuge sind, um sich ein positives Image zu geben und potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen“, so Zhang Yu Ming, IT-Student aus der Provinz Sichuan in Zentralchina.

Von Talkwalker bis Amazon: Kreativität und Content-Pflege entscheiden

Und genau hier setzt mein Vortrag am Goethe Sprachlernzentrum Chongqing an: Uni-Absolventen vermitteln, dass Karriere-Netzwerke, wie Xing oder LinkedIn, Türöffner zu den Marketing-Abteilungen von Großunternehmen sein können und dass sich der Aufbau eines Blogs mit hochwertigem Inhalt lohnt. Eine regelmäßige Content-Pflege ist jedoch genauso unumgänglich wie eine aktive Leserschaft, die man durch zielgerichtete Postings in sozialen Netzwerken, wie Twitter, Facebook und Google+, auf dem Laufenden halten sollte.

Während meines Vortrags ging es mir darum, anhand meiner Bewerbung beim Luxemburger Monitoring-Dienstleister Talkwalker aufzuzeigen, welche Möglichkeiten „Personal Branding“ bietet, sobald man selbst über einen aktiven Blog verfügt. Ein Verweis auf Christine Dingler, die durch eine perfekt durchgeführte Social-Media-Kampagne im Frühjahr 2013 binnen kürzester Zeit zahlreiche seriöse Einladungen zu Bewerbungsgesprächen in der Tasche hatte, durfte auch hier nicht fehlen.

Fazit: Mut und aktive Leserschaft von Bedeutung

Ich hatte geahnt, dass sich viele Studierende für das Thema „Jobsuche in Deutschland“ interessieren würden. Der große Andrang bei meinem Vortrag am Goethe Sprachlernzentrum kam für mich dann doch ein wenig überraschend. Denn die meisten Kursteilnehmer, so Projektleiterin Lena Ohr, gehen in der Regel nur für einige Jahre zum Studieren nach Deutschland und haben meist keine Ambitionen, langfristig dort zu bleiben.

Ob Philippe Dubost („An Amaz-ing Resume“) oder Florian Blaschke („Trotzendorff“) ― es gibt viele Beispiele für erfolgreiches Personal Branding. Wer soziale Medien zur Jobsuche nutzen möchte, benötigt eine aktive Leserschaft, Mut und Kreativität.

Thumbnail und Bild oben rechts: Stephan Mayer bei einem Vortrag am Goethe-Sprachlernzentrum Chongqing am 27.08.2014

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4 Comments

  1. What a pity that I couldn’t make to attend your event! Would be very helpful when I’m looking for a job in Germany. Congratulations!

  2. Stephan Mayer says:

    Thanks Lin for your comment. I’ll update you once the PPT is on Slideshare.

  3. Pingback: Personal Branding via Social Media und Blog: Mit einer guten Strategie zum Erfolg | SELBSTÄNDIGKEIT.EU

  4. Pingback: Social Media Blog: Alles über Online Brand Intelligence

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