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Holger Freier: Facebook und Google+ als Ergänzung zum SEO-Marketing

Wer heute erfolgreich SEO-Marketing betreiben möchte, sollte nicht nur auf Backlinks setzen, sondern auch soziale Netzwerke nutzen, glaubt Holger Freier. Der 38 Jahre alte Experte für eCommerce, Affiliate Marketing und Social Media erklärt in einem Online-Lehrgang den ressourcenschonenden Umgang mit sozialen Netzwerken.

Für etablierte Firmen geht es in erster Linie um eine optimale Positionierung ihres Auftritts in den Suchmaschinen – vor allem bei Google. Und das heißt viel Suchmaschinenoptimierung, zum Beispiel durch Backlinks, zu betreiben. Für Jungunternehmen ist Google jedoch längst nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Das hat mehrere Gründe: Zum einen dauert es bisweilen Monate, bis sich SEO-Maßnahmen positiv auswirken und zum anderen kann keine seriöse Agentur dieser Welt letztlich gute Rankings garantieren. Zudem ist Suchmaschinenoptimierung nicht gerade billig und belastet das ohnehin schmale Budget junger Start-ups. Da bleibt jungen Unternehmen nichts anderes übrig als SEO-Arbeiten selbst durchzuführen. Dadurch sparen sie zwar Kosten, werden aber zeitlich stark in Anspruch genommen. Diese Zeit fehlt dann, um sich auf das eigentliche Kerngeschäft zu konzentrieren.

Soziale Netzwerke – eine gute Ergänzung zum SEO-Marketing

Seit dem Start sozialer Netzwerke in Deutschland – und hier vor allem von Facebook – gibt es neben Google weitere interessante Möglichkeiten, Traffic aufzubauen. Facebook ist mit über einer Milliarde Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk. Auch wenn ein Großteil der User Facebook hauptsächlich nutzt, um eben mal schnell Urlaubsfotos zu posten oder sich übers Wetter zu unterhalten – immer mehr Menschen erwarten, dass Ihre Lieblingsmarke eine eigene Facebook-Fanpage besitzt, die sie zum Beispiel mit aktuellen Produktinformationen versorgt. Daher bietet Facebook eine Menge an Potenzial für Unternehmen, sich eine Reputation aufzubauen, diese zu pflegen und hierüber neue Kontakte zu knüpfen. Auch wenn clevere Unternehmer das Potenzial längst erkannt haben, zögern viele noch immer, soziale Medien marketingtechnisch zu nutzen.

Facebook und Google+ als Medium für Online-Werbung

Facebook bietet hervorragende Möglichkeiten, um in kurzer Zeit interessengeleitete Besucherströme zu generieren. Man muss nur wissen, wie man potenzielle Kunden zielgruppengerichtet anspricht. Und das ist eine der größten Stärken von Facebook. Es lassen sich nämlich potenzielle Interessenten genau nach Kriterien selektieren, um für sie Werbung einzublenden. Werbetreibende können Nutzer gezielt hinsichtlich Demografie oder Interessen erfassen und dadurch Kosten minimieren. Der Erfolg einer Anzeigenkampagne lässt sich über Facebook-Insights messen und durch diverse Abrechnungsmethoden, wie „Pay per Click“, kalkulieren. Der Werbetreibende behält die Kontrolle darüber, welche Kosten pro Besucher anfallen. Die bei einer Facebook-Kampagne gewonnenen Daten helfen, Streuverluste beim Schalten zukünftiger Online-Kampagnen zu vermeiden. Oder er kann die Kampagne beenden, falls sie nicht lukrativ genug ist.

Doch nicht nur Facebook bietet sich an, um Inhalte zu verbreiten und eine Marke bekannt zu machen, sondern auch Google+, das zur Zeit ein starkes Nutzerwachstum in Deutschland verzeichnet. Wie bei der Facebook Fanpage, so sollten Unternehmen auch bei Google+ darauf achten, dass das Profil regelmäßig mit nutzerrelevantem Content gefüllt wird. Dies sollte durch weitere Maßnahmen, wie dem Einsatz des Google Plus-Buttons und der Verlinkung der Google Plus-Seite mit der Unternehmensseite, flankiert werden.

Fazit: Effektive Nutzung von Facebook und Google+ erfordert solide Fachkenntnisse

Marketing in sozialen Netzwerken ist kein Selbstläufer. Der ressourcenschonende Umgang insbesondere mit Facebook-Ads erfordert ein hohes Maß an Sachkenntnissen und eine gut durchdachte Strategie. Dabei sollte besonders die Frage im Vordergrund stehen, wo sich die unternehmensrelevante Zielgruppe aufhält und durch welche Marketingaktionen man diese langfristig an sein Unternehmen bindet. Wichtig ist dabei, ein Gespür für die Sprache der User zu entwickeln und Nutzer mit aktuellem Content zu versorgen.

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5 Comments

  1. Interessante Ansätze, aber was genau bedeutet “ressourcenschonenden Umgang” mit Socialen Netzwerken?
    Ist das eine Umschreibung für ROI bezogen auf die Kosten die dem Unterhemen beim Social Media Marketing entstehen?

    • Stephan Mayer says:

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben den Artikel auf Ihre Frage hin überarbeitet. “Ressourcenschonender Umgang mit sozialen Netzwerken” meint, Streuverluste beim Online Marketing zu vermeiden, indem man z. B. durch Facebook Ads gezielt unternehmensrelevante Kunden anspricht und für das eigene Produkt begeistert. Dadurch können insbesondere kleine Start-ups mit begrenztem Budget Kosten für extrem teure SEO-Maßnahmen (z. B. via Backlinks) minimieren. Habe ich Ihnen damit weiterhelfen können?

  2. Ich kann den Beitrag so weit nur bestätigen, diese zwei Plattformen stellen einen Teil der Suchmaschinenoptimierung dar. Ich persönlich sehe Google plus im SEO als großen Zugewinn, da ja Google selbst diese Daten voll im Überblick hat.

    • Ich könnte mir auch vorstellen, dass Google Plus seine eigenen Accounts begünstigt , wenn es um SEO geht.
      Ich meine, dass interne Verlinkungen dort auch zählen, während FB wahrscheinlich da außen vor ist…
      LG

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