Deutschland

Social Media Experten: Acht Antworten von Tobias Spörer

Wie ticken Social Media Experten in Deutschland und China? Welche digitalen Trends werden 2014/15 für Unternehmen eine wichtige Rolle spielen? Welche Ratschläge geben sie Kunden mit auf den Weg? Stephan Mayer befragt dazu im Laufe des Jahres einflussreiche Persönlichkeiten im Social Web ─ individuell und interkulturell. Den Anfang macht Tobias Spörer aus Hamburg.

Ich arbeite als…
…Geschäftsführer bei elbkind, der Agentur für den digitalen Dialog. Ich kümmere mich dabei vor allem um: Social Media, Media, Kundendialog und Beratung.

Zum ersten Mal mit Social Media in Berührung gekommen bin ich…
…2001 während meines Studiums. Damals nannten wir es einfach Internet.

Folgende Ratschläge gebe ich Kunden/Geschäftspartnern mit auf den Weg…
Nur wer ehrlich, wahrhaftig und möglichst transparent Dialog betreibt, wird nachhaltig erfolgreich sein. Es geht bei Social Media nicht darum, noch einen weiteren Kanal mit Werbebotschaften zu penetrieren, sondern darum, echte Mehrwerte zu bieten.

Welche Entwicklung der vergangenen Jahre mich am meisten überrascht hat…
Dass viele deutsche Mittelständler immer noch so zögerlich oder einfach falsch mit dem Thema umgehen.

Auf folgenden Konferenzen (Messen, Meetings) wird man mich in diesem Jahr antreffen:
OFFF, re:publica, GWA-Veranstaltungen, CeBIT, dmexco

Diese sozialen Netzwerke werden 2014/15 eine besonders wichtige Rolle spielen:
– Facebook wird entgegen vieler Voraussagen auch bis 2015 eine große Rolle spielen.
– YouTube als Videoportal Nummer 1, denn Bewegtbild im Netz wird immer stärker wachsen.
– Instagram als Fotonetzwerk und vor allem im Zusammenspiel mit Facebook.
– Twitter wird als schneller News-, Service- und Kommunikations-Kanal immer wichtiger werden.
– Die Kombination aus WhatsApp und einem Markendialog bietet sicher interessante Möglichkeiten.

Die drei wichtigsten Social Media-Trends 2014/15 sind für mich…
Ich würde generell weniger von Social Media Trends, sondern eher von digitalen Trends sprechen.
– Das Internet of Things. Es gibt uns völlig neue Möglichkeiten, mit unserer Umwelt und on- und offline zu interagieren – zum Beispiel iBeacon, myTaxi, Shazam oder runtastic und viele mehr.
– Mobil wird immer wichtiger. Der Internetkonsum auf dem Desktop wird immer weiter zurückgehen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Social Media Kanäle sondern auf den gesamten digitalen Markenauftritt. Responsive ist da nur ein Stichwort.
– Der Bewegtbildkonsum in Deutschland wird sich grundsätzlich verändern. Nichtlineares Fernsehen wird immer populärer. Formate wir Telekom Entertain, Watchever, Netflix und viele weitere sorgen dafür, dass die Kunden nur noch das sehen, was sie wirklich sehen wollen.

Thumbnail und Bild oben rechts: Foto der derzeitigen Elbkind Geschäftsführung mit Tobias Spörer, Maik Königs und Stefan Rymar.

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One Comment

  1. Christian A. says:

    Ich wusste gar nicht, dass Youtube zu den Sozialen Netzwerken zählt 😮 … Ich verbinde SN immer mit Schreibplattformen wie Twitter und Co. Aber irgendwie ergibt das schon Sinn.
    Wenn man sich mal die Erfahrungen von Firmen anschaut, wo Social Media angeregt wurde, ist es schon erstaunlich, wie groß der Einfluss doch auf den Erfolg einer Firma sein kann.
    Da gerät SEO ja schon fast in Vergessenheit.

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