Online Marketing

Corporate Blogging für Unternehmen: Diese sieben Tipps führen zum Erfolg

Bis vor einigen Jahren wurden sie häufig noch als überflüssiger Luxus abgetan. Doch Corporate Blogs erfahren seit einiger Zeit eine deutliche Aufwertung. Ob für Großkonzerne oder Mittelständler: Wer Kunden einen Einblick ins eigene Unternehmen gewähren möchte, sollte auf Corporate Blogging nicht verzichten.

Wer sich als Unternehmen heute online und offline eine Reputation aufbauen möchte, kommt um Corporate Blogging kaum noch herum. Vor einigen Jahrzehnten funktionierte Marketing meist so: Unternehmen ließen gut aussehende Hochglanz-Broschüren drucken und schalteten teure TV-Spots. Ansonsten ließen es Firmen jedoch kaum zu, sich in die eigenen Karten zu schauen. Dies hat sich heute grundsätzlich geändert. Marketing bedeutet mehr und mehr, sich direkt mit Kunden auszutauschen und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Corporate Blogging lautet das Zauberwort: Die Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs sind vielfältig: Interne Knowledge Blogs dienen Mitarbeitern als Leitfaden, Produkt-Blogs unterstützen die Image-Bildung einer Marke und Service-Blogs bieten zusätzlichen Kundenservice durch aktuelle Produktinformationen und Hintergrundinfos.

Doch Corporate Blogs sind kein Selbstläufer, sondern bedürfen gut durchdachter Strategien und Konzepte. Im Folgenden zeige ich Ihnen, welche Dinge es beim Corporate Blogging zu beachten gilt und durch welche Maßnahmen Sie als Unternehmen erfolgreicher agieren können.

1: Analysieren Sie Ihre Zielgruppe

Als Online-Marketing-Manager sollten Sie die Zielgruppe Ihres Unternehmens genau unter die Lupe nehmen und beim Aufbau Ihrer Social-Media-Strategie im Auge behalten. Beobachten Sie, über welche Themen sich Ihre Kunden in Foren austauschen, analysieren Sie Ihre Facebook-Community und nehmen Sie die Kommentarspalten der für Ihr Unternehmen relevanten Blogs unter die Lupe.

2. Erstellen Sie hochwertige und originelle Inhalte

Bemühen Sie sich darum, sich von anderen Blogs abzuheben, indem sie hochwertige Inhalte erstellen. Interessante Inhalte laden zum Verweilen ein und sorgen dafür, dass Ihre Leser ihnen treu bleiben. Keyword-Stuffing sollten Sie dabei auf jeden Fall vermeiden. Denn Texte, deren vorrangiges Ziel es ist, unter bestimmten Begriffen gefunden zu werden, bieten selten informative und ansprechende Informationen. Machen Sie sich bewusst, dass sich bestimmte Inhalte für bestimmte Kundengruppen und bestimmte Zielmärkte besonders anbieten.

3. Nutzen Sie soziale Netzwerke

Um auf Ihren Blog aufmerksam zu machen, sollten Sie als Corporate Blogger auf soziale Netzwerke nicht verzichten. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Auswahl des passenden Social-Media-Kanals: Facebook, Twitter, Google+ und Xing sind dabei für die meisten in Deutschland aktiven Unternehmen unumgänglich. Für Unternehmen, die vor allem mit visuellen Reizen arbeiten, bieten sich zusätzlich Bildnetzwerke, wie Instagram oder Pinterest, an. Wer mit einer jüngeren Zielgruppe zu tun hat, sollte die Nutzung von Snapchat in Erwägung ziehen. Um Kunden in China zu erreichen, sollte man auf andere Netzwerke als im Westen setzen. Hier eignen sich vor allem WeChat, Sina Weibo und YouKu.

4. Begeistern Sie Ihre Nutzer mit kostenlosem Content

Viele Internetnutzer begeistern sich für kostenlose Inhalte und verbreiten diese häufig über ihre eigenen Social-Media-Kanäle weiter. Entscheidend dabei ist, dass diese Inhalte über einen echten Mehrwert verfügen. Ob Infografiken, Tutorials, Videos, Newsletter, E-Books oder exklusives Bildmaterial: Es kommt dabei in erster Linie auf die Art Ihres Unternehmens und Ihrer Kundschaft an.

5. Machen Sie Ihre Leser zu Markenbotschaftern

Niemand kann die Botschaften Ihres Unternehmens glaubwürdiger verbreiten als Ihre Leser und Kunden selbst: Ob Internetforen, Facebook-Gruppen oder private Blogs: Überzeugen Sie Ihre Leser davon, die Inhalte Ihres Blogs weiterzuverbreiten und bieten Sie Ihnen an, als Gastautor für Sie tätig zu werden. User-generated Content verleiht Ihrem Blog eine besondere Glaubwürdigkeit. Um Kunden als Gastautoren zu gewinnen, empfehlen sich Wettbewerbe oder Gewinnspiele.

6. Entwickeln Sie einen Redaktionsplan

Wer soll über welche Themen bloggen? Wann soll ein bestimmter Artikel im Corporate Blog erscheinen? Es sind Fragen, die sich Social-Media-Manager immer wieder stellen sollten. Um Leser und Kunden langfristig zu begeistern, sollten Blog-Artikel in regelmäßigen Abständen publiziert werden. Mithilfe von Social-Media-Monitoring lässt sich ermitteln, welche Tageszeiten und welche Wochentage ein besonders hohes Aufkommen an Lesern garantieren.

Blog-Artikel sollten, soweit möglich, aktuelle Themen aufgreifen: Hat Ihr Unternehmen personellen Zuwachs bekommen? Sind Sie auf der Suche nach bestimmten Mitarbeitern? Gibt es Konferenzen oder Messen, an denen Sie teilnehmen? Planen Sie Veranstaltungen, die sich direkt an Konsumenten und Endverbraucher richten?

7. Seien Sie ehrlich zu Ihren Lesern

Lügen haben kurze Beine. Das gilt ganz besonders im Umgang mit den Lesern Ihres Corporate Blogs. Denn nichts ist für Ihre Social-Media-Strategie so schlecht wie Gerüchte und Unwahrheiten. Harmut Müller-Gerbes, Konzernsprecher vom TÜV Rheinland, meint: „Wenn ich privat über meine Grillsaison blogge, sollte ich das genauso gewissenhaft, ehrlich und glaubwürdig machen wie ich das bei einem Corporate Blog erwarte. Lügen, etwas dazu erfinden, Erfahrungen anderer für eigene ausgeben. Das sind Dinge, die gehen nie.“ Corporate Blogging kommt nur mit einem hohen Anspruch weiter. Denn der Blogger repräsentiert nicht nur sich selbst sondern ein ganzes Unternehmen, auch wenn er dabei seine eigene Meinung vertritt.

Fazit: Die richtige Strategie ist entscheidend

Damit Corporate Blogging erfolgreich ist, gilt es eine Menge zu beachten: Vor allem die richtige Planung ist dabei ausschlaggebend. Ohne einen gut durchdachten Redaktionsplan kann kein Unternehmen erfolgreich arbeiten. Von großer Bedeutung sind auch hochwertiger Content sowie eine gute Vernetzung mit Bloggern und Kunden, die als Markenbotschafter fungieren können.

4 Comments

  1. Ich finde gerade den Hinweis auf den Redaktionsplan besonders wichtig: Christian Müller von der Karrierebibel bringt es in einem sehr informativen Blogpost zur Sprache: Mindestfrequenz, Deadlines (d. h. Wann soll ein Blogpost spätestens erscheinen?) und ausreichend Flexibilität (“Was machen wir, wenn z. B. einer unserer Mitarbeiter erkrankt oder einen anderen wichtigen Termin hat? Wer kann für ihn einspringen?) sind alles Faktoren, die es bei der Erstellung eines Redaktionsplans zu bedenken gilt: http://karrierebibel.de/corporate-blog/

    • Stephan Mayer says:

      Vielen Dank für den Hinweis zu Christian Müllers Blogpost. Sicherlich sehr interessant für die Leser von socialmedia-blog.net!

  2. Ehrlichkeit und Authentizität sind das A und O für einen Corporate Blog (übrigens nicht nur dort, sondern im gesamten Social Media Spektrum), dem kann ich nur zustimmen.

    Ein sehr interessanter Artikel, vielen Dank dafür.

    Viele Grüße
    Marc Böttcher

    https://socialguru.de – Social Media Management für KMU

    • Stephan Mayer says:

      Vielen Dank, Herr Böttcher, für Ihren Kommentar. Darf ich fragen, wie Sie auf Socialmedia-Blog.Net gestoßen sind?

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