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Obamas Social Media Strategie – ein Vorbild für die Lufthansa?

Am 20. Januar 2009 wurde Barack Obama als 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Verantwortlich für dessen Erdrutschsieg bei den Wahlen am 4. November 2008  war nicht zuletzt dessen sorgsam geplante Social Media Strategie. Obamas Webportal diente dabei als Schnittstelle zur Bündelung der Social Media Aktivitäten: Auf der Obama-Seite befanden sich gut sichtbare Links zu den am stärksten frequentierten Social Media Kanälen, Twitter, Facebook und Youtube.

Immer mehr Unternehmen orientieren sich bei ihren Social Media Aktivitäten mittlerweile an der Strategie Obamas: Auf Faceook interagieren Firmen immer häufiger direkt mit ihren Kunden — geben den Takt vor anstelle sich Themen vom User aufzwingen zu lassen. Youtube dient zur Produktvermarktung mittels Werbeclips. Auf Twitter lassen Konzerne ihre Kunden „real life“ am Unternehmensgeschehen teilhaben.

Auch die Lufthansa hat sich Obama zum Vorbild genommen und koordiniert ihre Social Media Aktivitäten durch eine einzige Seite — dem Newsroom. Das Flugunternehmen beschränkt sich dabei, genauso wie Obama, auf die von ihren Kunden am häufigsten genutzten Channels, Facebook, Twitter und Youtube:

1. Facebook: Mit über 1.100.000 Fans steht die Lufthansa unter den Fluggesellschaften an vierter Stelle und damit deutlich vor der Air France und British Airways. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Lufthansa erfolgt die Mehrzahl der Ankündigungen auf Englisch. User haben die Möglichkeit, Beiträge auf Deutsch oder Englisch zu verfassen.

2. Twitter: Bei Twitter verfügt die Lufthansa über fünf Channels, d. h. für die deutschsprachigen Länder, die USA, Brasilien und für das spanischsprachige Südamerika. Zusätzlich verfügt die Lufthansa Cargo über einen eigenen Twitter-Kanal.

3. Youtube: Mit 4.500 Abonnementen und rund 2.000.000 Abrufen liegt die Lufthansa hinter einer Reihe anderen Airlines wie Delta und der British Airways, die über jeweils höhere Abonnementen- und Abrufzahlen verfügen.

 

Mit dem Newsroom nimmt die Lufthansa unter den Airlines eine Sonderstellung ein. Bei der Konkurrenz sucht man vergleichbare Portale bisher vergeblich. So verfügen zwar selbst die meisten Low-Cost-Anbieter mittlerweile über Youtube-Kanäle und Facebook Fan-Seiten. Deren Social Media Kanäle sind jedoch meist schlecht miteinander verknüpft.

Denkbar, dass andere Airlines mit ähnlichen Social Media Portalen in Zukunft nachziehen werden. Mit ihrer Vorreiterrolle hat die Lufthansa einen klaren Startvorteil. Genauso wie Obama in Jahre 2008. Er war nicht nur deshalb so erfolgreich, weil er wesenlich größere Geldbeträge in Errichtung seiner Social Media Plattformen steckte, sondern auch weil er mit seinen Social Media Aktivitäten auch früher begann als die republikanische Konkurrenz.

 

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One Comment

  1. Obama und Lufthansa: Ziemlich weit hergeholt auf den ersten Blick – aber letztlich durchaus plausibel:)

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