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„Ich weiß, die ganze Welt schaut mir gerade zu“, verkündete Felix Baumgartners kurz vor seinem Stratosphärensprung in 39 Kilometern Höhe. Millionen von Zuschauern waren dabei, als der Österreicher bei seinem Spacejump die Schallmauer durchbrach. Sie wurden zu Zeugen eines gigantischen PR-Coups.

Dem Getränkehersteller Red Bull GmbH bescherte Baumgartners Sprung maximale Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken: Mehr als acht Millionen Internetuser verfolgten das Ereignis auf Youtube. Das Foto, das unmittelbar nach der Landung geschossen wurde, erhielt 529.527 Facebook-Likes und wurde über 69.000 Mal geteilt (Stand: 11. Dezember 2012). Im Oktober und November wuchs die Zahl der Red Bull-Fans täglich um 70.000 — sechs bis sieben Mal schneller als bei Starbucks, Disney und Coca Cola, den bis dato populärsten Facebook-Brands. Anfang Dezember war Red Bull, laut , mit fast 35 Millionen Likes die drittbeliebteste Marke.

Die Zahl der Facebook-Fans, die über Red Bull diskutierten, erreichte gegen Ende September und Mitte Oktober zwei absolute Höchststände. Aber auch in den Wochen nach dem Spacejump gab es deutlich mehr Diskussionsbeträge als im Juli und August. Ob Red Bull seine gute Facebook-Platzierung halten kann, bleibt abzuwarten. Bereits in der ersten Dezemberwoche war das Produkt nicht mehr unter den drei schnellsten wachsenden Brands vertreten.

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2 Comments

  1. Olivera Wahl says:

    Heute, fast ein halbes Jahr später, hat Red Bull bei Facebook 37.427.992 „Gefällt mir“-Angaben und 400.509 sprechen darüber. Das scheint sich auch mittelfristig gelohnt zu haben. Damit habe ich nicht gerechnet, du?

    • Stephan Mayer says:

      Liebe Olivera,
      es freut mich, dass du dir Zeit genommen hast, meinen Artikel zu lesen. Es gibt wohl kein anderes Getränk, das sich gekonnter als Lifestyle-Produkt für Sportler inszeniert als Red Bull. Ob das Fanwachstum der vergangenen 3-4 Monate immer noch eine Nachwirkung des Hypes um Felix Baumgartner ist, kann ich aus den mir zur Verfügung stehenden Informationen nicht mit Sicherheit sagen. Denn Red Bull ist auch bei anderen Sportveranstaltungen, wie der Formel Eins, sehr präsent.

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